Immer noch eine Randsportart - Kanupolo

Der Kanusport hat viele Gesichter, wobei die meisten Zeitgenossen wohl zuerst an Wildwasser und an Rennsport denken. Eigentlich ist das auch kein Wunder, denn beide Sparten gehören schon seit Jahrzehnten zum olympischen Programm, was ihnen ein entsprechendes Medieninteresse sichert. Verglichen damit, muss sich das Kanupolo immer noch ein wenig bescheiden geben.

Als beim SKC vor etwa 15 Jahren eine Handvoll Enthusiasten beschlossen, ernsthaft in diesen Sport einzusteigen, waren sie, zumindest im badischen Raum, schon Pioniere, denn bis dahin war Kanupolo überwiegend eine Domäne der Flachländer, die weit entfernt von lohnenden Wildwasserzielen wohnten. Um an Turnieren teilnehmen zu können, waren daher Wochenendreisen ins Ruhrgebiet zu dieser Zeit an der Tagesordnung. Später kamen dann doch noch weitere Vereine hinzu, so dass der SKC im Süden nicht mehr ganz allein auf weiter Flur ist. Dennoch – die großen Veranstaltungen finden weiterhin im Norden statt, und es kommen immer noch so viele Kilometer zusammen, wie sie bei anderen Sportarten nur üblich sind, wenn in der Bundesliga mitgemischt wird.

Was ist denn nun Kanupolo überhaupt?

Kurz gesagt: Zuerst einmal ein typisches Mannschaftsballspiel, bei dem die Spieler danach trachten, den Ball möglichst oft in ein gegnerisches Tor zu praktizieren (was der Gegner aus nahe liegenden Gründen zu verhindern sucht).

Nicht so typisch ist das dabei verwendete Fortbewegungsmittel – denn die Spieler sitzen in Kanus oder genauer gesagt in Einerkajaks. Man muss also zwei Dinge beherrschen, um im Kanupolo Erfolg zu haben: a) sämtliche Taktiken und Finessen des Ballspiels und b) sein Boot. Wer kentert und nicht sofort dank perfekter Eskimorolle wieder oben ist, fliegt raus und muss außerhalb des Spielfeldes wieder einsteigen. Geworfen wird mit der Hand, lediglich der Torwart benutzt zur Abwehr das Paddel.  So viel an dieser Stelle – wer mehr wissen will, kann sich z.B. auf die folgende Site einklinken: http://www.kanupolo.de